ElringKlinger AG
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Gesellschaftliches Engagement

ElringKlinger sieht sich als aktives Mitglied der Gesellschaft. Daher ist es für uns von großer Bedeutung in Regionen und Gemeinden, in denen wir tätig sind, einen positiven Beitrag zu leisten. Im Rahmen unseres gesellschaftlichen Engagements unterstützen wir daher vor allem im regionalen Bereich soziale Einrichtungen, fördern aber auch Investitionen in Wissenschaft und Bildung.

Soziales Engagement übt ElringKlinger indirekt auch über die Paul-Lechler-Stiftung aus. Träger der Stiftung sind die Familien Lechler, die zugleich Hauptaktionäre der ElringKlinger AG sind. So fließt Jahr für Jahr ein Teil des Unternehmensgewinns in die Paul-Lechler-Stiftung. Diese unterstützt unter anderem die Berufsausbildung junger Menschen mit Behinderung sowie deren Integration in das Berufsleben. Mit dem Paul-Lechler-Preis werden jährlich Träger innovativer Projekte und Maßnahmen zur Integration hilfsbedürftiger Menschen in die Gesellschaft ausgezeichnet.

ElringKlinger arbeitet seit mehreren Jahren auch mit der BruderhausDiakonie sowie der angeschlossenen Behinderten-Werkstätten in Dettingen/Erms zusammen. Diese übernehmen mittlerweile verschiedene Arbeitsprozesse wie das Konfektionieren oder Verpacken von Ersatzteil-Dichtungssätzen und anderen ElringKlinger-Produkten.

Es ist uns wichtig, durch wichtige Kooperationen karitative Einrichtungen zu unterstützen und damit einen Beitrag zur gesellschaftlichen Verantwortung zu leisten.

Aktuelle Projekte

Coronavirus-Pandemie: ElringKlinger spendet Schutzmasken

Besondere Umstände erfordern besondere Maßnahmen. Daher spendete ElringKlinger aufgrund der Coronavirus-Pandemie im Frühjahr 2020 seine Bestände an FFP-Masken an umliegende Institutionen, u.a. auch an das Uniklinikum Tübingen. Überbracht wurden die Masken von Andreas Brändle (Vice President Corporate Marketing & Communications). Wir freuen uns, dass ElringKlinger so den Kliniken, Ärzten und Mitarbeitern etwas zurückgeben kann. Denn Sie leisten in der aktuellen Situation unglaubliches. 

Bee Smart - Bee Future

Um ihrem Anspruch auf unternehmerische Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung gerecht zu werden, widmen sich die Nachwuchsführungskräfte der ElringKlinger AG unter dem Motto „Bee Smart – Bee Future“ innerhalb ihres Potenzialträgerprogramms der Erhaltung der Artenvielfalt und Biodiversität. Ziel des Projektes war zum einen die Sensibilisierung für die Themen Biodiversität, Artenschutz und Bienensterben, zum anderen die Unterstützung des Graf-Eberhard-Gymnasiums (GEG) in Bad Urach. In Kooperation mit Schülern und Lehrern der Nachhaltigkeits-AG wurden Bienenstöcke im Ermstal aufgestellt und bewirtschaftet. Der gemeinsam erwirtschaftete Honig wurde im Rahmen einer Spendenaktion, an der sich auch die Lechler-Stiftung beteiligt, zu Gunsten des GEG versteigert. Auf diese Art und Weise wurde nicht nur langfristig und nachhaltig das Bewusstsein für die oben genannten Themen geschärft, sondern auch ein kleiner Beitrag zum Erhalt der Biodiversität im Ermstal geleistet. 

Arbeit für und von Menschen mit Behinderung

ElringKlinger bekennt sich zur gesellschaftlichen Vielfalt und sozialen Verantwortung. So sind Inklusion und Integration für ElringKlinger ein Anliegen, das im Unternehmen lange Tradition hat. ElringKlinger ist überzeugt davon, dass ein Ausschluss vom Arbeitsleben für viele Menschen auch den Ausschluss aus dem gesellschaftlichen Leben bedeutet. Das geht einher mit dem Verlust der finanziellen Unabhängigkeit und der Fähigkeit, ein vollständiges selbstbestimmtes Leben zu führen. ElringKlinger richtet den Blick auf  die Stärken und Potenziale der Menschen mit Behinderung und nicht auf deren vermeintliche Defizite. Markus Siegers, Betriebsratsvorsitzender der ElringKlinger AG, erklärt im  Interview, wie der Konzern das Thema Inklusion und Integration in die tägliche Arbeit integriert.

Herr Siegers, viele Arbeitgeber haben Ängste, Menschen mit Behinderungen zu beschäftigen. Wie geht ElringKlinger damit um?
SIEGERS  Fragen der Leistungsfähigkeit, der Krankheitsanfälligkeit oder auch des Kündigungsschutzes stehen oftmals im Raum, wenn es um die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen geht. Tatsächlich haben wir bei ElringKlinger die Erfahrung gemacht, dass viele der Menschen mit Behinderung sehr leistungsfähig sind, da sie hochmotiviert und mit viel Einsatz an die tägliche Arbeit herangehen. Alleine in Deutschland beschäftigen wir derzeit rund 150 Mitarbeiter, die schwere Behinderungen aufweisen.  Natürlich sind für sie kleinere Anpassungen notwendig, um einen optimalen Arbeitsplatz zu schaffen. So benötigt zum Beispiel ein hörgeschädigter Arbeitnehmer völlig andere Anpassungen als ein Rollstuhlfahrer und beide bringen jeweils unterschiedliche Anforderungen im Umgang mit ihrer Beeinträchtigung mit. Doch die jeweiligen Invest i tionen zahlen sich erfahrungsgemäß sehr schnell für das Unternehmen aus.

Sie arbeiten bereits mehrere Jahre mit der Bruderhaus­ Diakonie zusammen. Welche Erfahrungen können Sie hier mit uns teilen?
SIEGERS  Bereits seit mehr als 20 Jahren kooperiert ElringKlinger mit der BruderhausDiakonie. Unser gemeinsames Ziel ist es, Menschen mit Beeinträchtigung sowie Menschen, die aufgrund sozialer oder beruflicher Schwächen nicht oder noch nicht auf dem „ersten“ Arbeitsmarkt arbei - ten können, die Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen. Bei den vergebenen Arbeiten handelt es sich zum Beispiel um die Reinigung, Neutralisierung und Bestückung von Boxen für den Versand von ElringKlinger-Produkten am Stammsitz  in Dettingen/Erms. Erst 2017 hat ElringKlinger mit der Einweihung einer neuen Lagerhalle die Geschäftsbeziehungen ausgeweitet. Der Gebäudeneubau war erforderlich, da die Verpackungsarbeiten für den Geschäftsbereich Ersatzteile kontinuierlich zunahmen. Die einzelnen Tätigkeiten wie Wareneingangsprüfung, Konfektionierung und Verpackung werden regelmäßig auf die individuellen Möglichkeiten der Beschäftigten zugeschnitten. Die Zusammenarbeit mit der BruderhausDiakonie ist für uns weit mehr als eine rein wirtschaftliche Geschäftsbeziehung. Deshalb haben wir dieses Vertrauensverhältnis 2014 durch den Abschluss eines Zehnjahresvertrages gefestigt.

Wurden 2018 darüber hinaus weitere Projekte umgesetzt, die dem Thema Inklusion zugeordnet werden können?
SIEGERS  In der Tat wurden an vielen Standorten einzelne Projekte durchgeführt. Eines davon ist besonders beachtenswert: Ein Mitarbeiterteam des türkischen Standorts in Bursa nutzte seine Entwicklungs- und Fertigungskompetenz dazu, in enger Zusammenarbeit mit einem querschnittsgelähmten jungen Mann elektrische Rollstühle herzustellen. Über die rein praktische Zielsetzung hinaus, nämlich die Lebensqualität gehbehinderter Menschen zu verbessern, hatte das Projekt einen weiteren starken Mehrwert für alle Beteiligte: Der offene und intensive gegenseitige Austausch führte zu neuen Sichtweisen und besserem Verständnis – vor allem bei den nicht körperlich beeinträchtigten Mitarbeitern gegenüber Menschen mit Behinderungen.

Voraussichtlich wird das 21. Jahrhundert einmal daran  gemessen werden, wie es mit den Flüchtlingsströmen  umgegangen ist. Welche Erfahrungen konnten Sie mit  der Integration von Flüchtlingen bislang machen?
SIEGERS  Neben dem großen Thema Inklusion beschäftigen wir uns natürlich auch intensiv mit dem Thema Integration. Bislang haben wir gute Erfahrungen mit der Integration von Mitarbeitern mit Migrationshintergrund gemacht. Die „interkulturelle Kommunikation“ ist dabei nicht zu unterschätzen, denn wenn Körpersprache und Verhaltensweisen differieren, kann dies zu Missverständnissen zwischen den Kollegen kommen, die wir weitestgehend vermeiden möchten. Ein gutes Beispiel hierzu ist sicherlich die Integration von Alaa Najjar, der in Syrien aufwuchs und 2015 flüchtete. Herr Najjar hatte in seinem Heimatland bereits einen Abschluss  in Computer Engineering. Nach einer sechsmonatigen Einstiegsqualifizierung absolvierte er bei ElringKlinger eine  Berufsausbildung, die er 2018 erfolgreich abschließen konnte. Anschließend wurde er in eine befristete Anstellung übernommen.


Vielen Dank, Herr Siegers, für Ihre Ausführungen.
 


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