ElringKlinger AG
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Glossar

Technik

A

AGR

Bei der Abgasrückführung (AGR) handelt es sich um die Reduzierung der Emissionen von Stickoxiden (NOx), welche durch die Verbrennung von Kraftstoff in Verbrennungsmotoren entstehen. Über die Abgasrückführung wird ein Teil der angesaugten Frischluft durch Abgase ersetzt. Dadurch wird der Sauerstoffüberschuss in den Zylindern verringert. Gleichzeitig senkt die höhere Wärmekapazität des Abgases gegenüber der Frischluft die Verbrennungstemperatur und führt zu einer geringeren Stickoxidbildung. 

B

Bipolarplatten

Bipolarplatten sind die mechanischen Schlüsselkomponenten im Brennstoffzellen-Stapel (vgl. „Stack“). Ihre Aufgaben sind die elektrische Verbindung zweier Zellen bzw. die Weiterleitung des erzeugten elektrischen Stroms, die Wasserstoff- und Sauerstoffversorgung der Zellen sowie die Verteilung des Kühlmittels. ElringKlinger entwickelt und fertigt metallische Bipolarplatten. Zu den technischen Anforderungen zählen hier die mikrometergenaue Umformung des Kontaktbereichs, das präzise, verzugsarme Laserverschweißen der Kathoden- und Anodenplatte sowie geeignete Leitfähigkeits- und Korrosionsschutzbeschichtungen.

Brennstoffzelle

Eine Brennstoffzelle wandelt die chemische Energie eines Brennstoffes mit hohem Wirkungsgrad in elektrische Energie um. Für die Reaktion benötigt die Zelle Sauerstoff und Wasserstoff. Der Wasserstoff kann auch aus einem kohlenwasserstoffhaltigen Brennstoff gewonnen werden. In diesem Fall versorgt ein sogenannter Reformer die Zelle mit beispielsweise aus Diesel oder Erdgas gewonnenem Wasserstoffgas. Die Brennstoffzelle ist im Gegensatz zur Batterie kein Energiespeicher, sondern ein Energiewandler. Es gibt verschiedene Brennstoffzellen-Technologien, die je nach Anwendungsfall spezifische Vorteile bieten. ElringKlinger entwickelt und produziert Komponenten für die zumeist stationär genutzte SOFC-Hochtemperatur-Brennstoffzelle (vgl. SOFC-Brennstoffzelle) sowie die PEM-Niedertemperatur-Brennstoffzelle (vgl. PEM-Brennstoffzelle).

C

CAFE-Regelungen

Die CAFE-Regelungen (Abkürzung für „Corporate Average Fuel Economy“) sind das US-amerikanische Gegenstück zur europäischen CO2-Gesetzgebung. Sie legen Grenzwerte für den zulässigen durchschnittlichen Flottenverbrauch der Hersteller in den USA fest. Bei Nichteinhaltung der anspruchsvollen CAFE-Vorgaben drohen hohe Bußgelder.

D

Datenlogger

Prozessorgesteuerte Speichereinheit, die Daten in regelmäßigen Intervallen über eine Schnittstelle erfasst und auf einem Speichermedium ablegt.

Downsizing

In der Automobilindustrie steht Downsizing für das Konzept der Verkleinerung des Motorhubraums bei gleichzeitiger Effizienzsteigerung. Dies wird meist durch das Zuführen von Luft unter erhöhtem Druck (Kompressor/Turbolader) erreicht. Weniger Hubraum bedeutet letztlich weniger Kraftstoffverbrauch und damit weniger Emissionen. Durch den gleichzeitig erhöhten Einspritzdruck entstehen im Motorbereich thermische und mechanische Belastungen, die hohe Anforderungen an Dichtungen und Thermomanagement stellen.

DPF (Dieselpartikelfilter)

Der Dieselpartikelfilter, auch Rußpartikelfilter genannt, filtert die gesundheitsschädlichen Rußpartikel aus dem Abgas von Dieselmotoren. Ein gängiges Konzept ist der Wandstromfilter aus Keramik (zum Beispiel Siliziumkarbid). Beim Durchdringen der porösen Filterwände werden die Rußpartikel mit einem Wirkungsgrad von mehr als 99 % aus dem Abgas herausgefiltert. Die von ElringKlinger entwickelten Technologien werden in unterschiedlichen Branchen, wie zum Beispiel der Schifffahrtindustrie, eingesetzt. 

DPF-Beschichtung

Die im Dieselpartikelfilter (DPF) eingelagerten Rußpartikel müssen zur Regeneration des Filters abgebrannt werden. Zur Reaktionsbeschleunigung werden Filter zumeist katalytisch beschichtet. Der Katalysatoreffekt bewirkt, dass der Partikelabbrand bereits bei niedrigeren Temperaturen einsetzt und die Oxidation von noch vorhandenem Kohlenwasserstoff oder Kohlenmonoxid zu CO2 und Wasser stattfindet. Das katalytische Beschichtungsmaterial basiert üblicherweise zumeist auf teuren Edelmetallen (Platin, Rhodium, Palladium). ElringKlinger setzt hingegen das eigene schwer- und edelmetallfreie sowie schon bei niedrigen Temperaturen hochaktive Beschichtungsmaterial auf Alkalisilikat-Basis CleanCoat™ ein. Es wird serienmäßig in den von ElringKlinger hergestellten Filtersystemen mobiclean™ R verwendet.

E

Elastomer

Kunststoffe bzw. Polymere lassen sich nach ihren Verarbeitungseigenschaften in die drei Hauptgruppen Thermoplaste, Duroplaste und Elastomere einteilen. Kennzeichnend für Elastomere ist, dass sie durch Druck oder Dehnung kurzzeitig veränderbar sind und anschließend wieder ihre ursprüngliche Form annehmen (Gummi). Durch die Wahl von Ausgangsmaterial, Herstellungsverfahren und Beimischung von Additiven lässt sich der Werkstoff variieren. ElringKlinger setzt in der Dichtungstechnologie eigenentwickelte Elastomere ein, die für die speziellen Kundenanforderungen optimiert wurden.

Euro-Abgasnormen

Die vom Europäischen Parlament vorgeschriebenen Abgasnormen legen für die in Europa neu zugelassenen Kraftfahrzeuge die einzuhaltenden Emissionsgrenzwerte bei den Schadstoffgruppen HC (Kohlenwasserstoffe), CO (Kohlenmonoxid), NOx (Stickoxide) sowie Rußpartikel fest. Für Diesel- und Benzinmotoren gelten unterschiedliche Grenzwerte. 2014 trat für Pkw die Euro-6-Norm in Kraft, die bei Dieselfahrzeugen nochmals deutlich geringere Stickoxidwerte erfordert. Für Lkw gelten mit der Einführung der Euro-VI-Norm seit 2014 ebenfalls drastisch reduzierte Grenzwerte vor allem für NOx, aber auch für HC und CO.

F

Falzbördelstopper

Als Stopper bezeichnet man strukturelle Merkmale der Zylinderkopfdichtungen, die die Abdichtelemente am Brennraum des Motors unterstützen. Die Weiterentwicklung der bekannten Falzbördeltechnologie ermöglicht eine breitere Blechumlage, auch in dickeren Lagen, wodurch dieses Design mehr Anwendungsmöglichkeiten erhält. ElringKlinger kann aufgrund seiner langjährigen Erfahrung in der Prägetechnologie damit weitere Kosten- und Leistungspotenziale realisieren.

H

Hybridantrieb

In der Automobilbranche bezieht sich der Begriff Hybridantrieb auf den Einsatz von zwei unterschiedlichen Kraftquellen innerhalb eines Fahrzeugs. Zumeist ist damit die Kombination eines Verbrennungsmotors mit einem Elektromotor gemeint. Dafür werden Fahrzeuge nach ihrem Hybridisierungsgrad eingeteilt:

  • Mikro-Hybride verfügen über eine Start-Stopp-Automatik und zusätzlich ein Bremsenergierückgewinnungssystem zum Laden der Starterbatterie.
  • Mild-Hybride haben einen Elektroantrieb, der den Verbrennungsmotor zur Leistungssteigerung unterstützt.
  • Voll-Hybride sind mit einer elektrischen Leistung von mehr als 20 kW/t in der Lage, auch rein elektromotorisch zu fahren.
  • Plug-in-Hybride sind vergleichbar mit Voll-Hybriden. Zusätzlich kann der Akkumulator sowohl über den Verbrennungsmotor als auch am Stromnetz geladen werden.

I

IHU

Beim IHU-Fertigungsverfahren (Abkürzung für „Innenhochdruck-Umformen“) wird ein metallisches Rohr in einem Formwerkzeug durch eine Flüssigkeit, die mit einem Druck von bis zu 1.000 bar eingespritzt wird, um bis zu 5 % aufgeblasen und der Geometrie des Werkszeugs entsprechend in Form gebracht. 

IMO Tier III

IMO steht als Abkürzung für „International Maritime Organization“ (deutsch: Internationale Seeschifffahrts-Organisation). Dabei handelt es sich um eine Organisation der Vereinten Nationen (UN) mit Sitz in London. Sie schreibt unter anderem Emissionsgrenzwerte zur Vorbeugung und Bekämpfung der Meeresverschmutzung vor. Seit dem 1. Januar 2016 gelten für neu gebaute Schiffe strengere Grenzwerte für den Ausstoß von Stickoxiden. Die in der Stufe drei (Tier III) definierten Grenzwerte gelten ausschließlich für bestimmte Sonderzonen, die von der IMO festgelegt wurden.

 

IP-Schutzklassen

IP steht für „International Protection“. Die IP-Schutzklassen geben bei elektronischen Bauteilen an, welche Schutzmaßnahmen gegen direktes und indirektes Berühren getroffen wurden.

K

Katalytische Oxidation von Kohlenmonoxid (CO) und Kohlenwasserstoff (HC)

Methode zur Reduktion von Kohlenmonoxid und Kohlenwasserstoff im Abgas. Kohlenmonoxid entsteht unter anderem bei der unvollständigen Verbrennung von fossilen Brennstoffen. Dabei handelt es sich um farb- und geruchloses, aber giftiges Gas. Werden die schädlichen Abgase durch einen Katalysator (üblicherweise aus Keramik) geleitet und kommen mit dessen aktiver, zumeist edelmetallbeschichteter Oberfläche in Berührung, findet eine chemische Reaktion statt und die Gase werden in ungiftige Stoffe (Kohlendioxid und Wasser) umgewandelt.

Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)

Bei der Kraft-Wärme-Kopplung wird die bei der Stromerzeugung entstehende Abwärme aktiv zum Heizen genutzt. Damit wird ein besonders hoher Gesamtwirkungsgrad erreicht.

L

Lithium-Ionen-Batterie

Die Lithium-basierte Batterie ist ein wiederaufladbarer Hochenergiespeicher mit hoher Energiedichte und Langlebigkeit. Sie wird in erster Linie in Elektro- und Hybridfahrzeugen eingesetzt. ElringKlinger entwickelt und fertigt hierfür unter anderem modular aufgebaute Zellkontaktiersysteme.

M

Metall-Elastomer-Dichtungen

Dichtungen aus Metallträgern mit anvulkanisierten Elastomerprofilen für die Abdichtung kraftführender Verbindungen, wie zum Beispiel Ölpumpendichtungen oder Steuergehäusedichtungen.

O

Organoblech

Leichte, faserverstärkte Organobleche können Stahlblech oder Aluminium im Automobil partiell ersetzen. Es handelt sich um flächige Halbzeuge, die mit einem Gewebe aus Glas-, Carbon-, Aramid- oder Mischfasern verstärkt sind. Dadurch entsteht eine hohe mechanische Leistungsfähigkeit des Bauteils.

P

PEM-Brennstoffzelle

PEM steht für „Proton Exchange Membrane“. Die PEM-Brennstoffzelle arbeitet im Niedrigtemperaturbereich von ca. 90 °C und enthält als zentrales Element eine Polymermembran. Bei der sogenannten „kalten Verbrennung“, der Synthesereaktion von Sauerstoff und Wasserstoff, die mit Hilfe eines Katalysators miteinander reagieren, entsteht unter Freisetzung elektrischer Energie Wasser. Für PEM-Brennstoffzellen, die in Pkw zum Einsatz kommen, entwickelte ElringKlinger metallische Bipolarplatten. In einem Zellstapel werden mehrere hundert Stück davon verbaut.

Polyamid

Polyamide sind Polymere (Kunststoffe) und bezeichnen üblicherweise synthetische, thermoplastische Kunststoffe. Bei ElringKlinger wird Polyamid für die Herstellung von gewichtsreduzierten Kunststoffgehäusemodulen eingesetzt.

PTFE

Der thermoplastische Hochleistungskunststoff PTFE (Abkürzung für „Polytetrafluorethylen“) – umgangssprachlich unter dem Handelsnamen Teflon bekannt – ist besonders beständig im Kontakt mit den meisten aggressiven Chemikalien. Er ist sehr widerstandsfähig gegen äußere Einwirkungen wie Feuchtigkeit oder UV-Strahlung und außerdem hochgleitfähig. PTFE ist kälteresistent bis - 200 °C. Die Schmelztemperatur wird erst bei mehr als 320 °C erreicht. Mit dem als Markennamen eingetragenen modifizierten Material Moldflon® verfügt ElringKlinger über einen schmelzverarbeitbaren, spritzfähigen PTFE-Hochleistungswerkstoff mit vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten, zum Beispiel auch in der Medizintechnik. 

R

Rightsizing

Der WLTP-Zyklus (Abkürzung für „Worldwide Harmonized Light Duty Test Procedure“) soll ab 2017 die Ermittlung von realitätsnahen Verbrauchswerten für Automobile ermöglichen. Beim klassischen Downsizing von Motoren kann jedoch der Unterschied zwischen Zyklusverbrauch und Realverbrauch je nach Fahrprofil variieren. Bei neuen Motorengenerationen wird deshalb vermehrt darauf geachtet, dass mehrere Größen, wie zum Beispiel die Hubraumgröße, das Drehmoment oder der Verbrauch, so aufeinander abgestimmt werden, dass sie optimal zueinander passen.

S

SCR

SCR (Abkürzung für „Selective Catalytic Reduction“) ist eine Technologie zur Reduktion von giftigen Stickoxiden (NOx). Hierbei wird eine Harnstofflösung dem Abgasstrom zugemischt. Durchströmt dieses Gemisch den Katalysator, reagieren die Stickoxide mit der Harnstofflösung und werden in harmlosen Stickstoff und Wasser umgewandelt. Mit den Abgasreinigungssystemen der ElringKlinger-Tochter Hug, die auch SCR-Module umfassen, können Stickoxide um bis zu 99 % reduziert werden.

SOFC (Solid Oxide Fuel Cell)-Brennstoffzelle

Die SOFC (Deutsch: Festoxid-Brennstoffzelle) wird aufgrund ihrer hohen Betriebstemperatur (ca. 800 °C) auch als Hochtemperatur-Brennstoffzelle bezeichnet. Dieser Brennstoffzellentyp kann mit unterschiedlichsten fossilen Kraftstoffen betrieben werden, aus denen mit Hilfe eines Reformers Wasserstoffgas gewonnen wird.

Stack

(hier bezogen auf Brennstoffzelle)
Als Stack wird ein kompletter Stapel aus einzelnen Brennstoffzellen einschließlich der Bipolarplatten sowie Halte und Verbindungsvorrichtungen bezeichnet. Die Brennstoffzellen werden in Reihe geschaltet, um die Leistung zu erhöhen.

 

Stickoxide (NOx)

Sammelbezeichnung für Stickstoff-Sauerstoff-Verbindungen, die international unter der Abkürzung NOx bekannt sind. Sie entstehen als Abgase im Verbrennungsmotor und sind für Mensch und Umwelt schädlich. Die weltweit immer schärferen Emissionsvorschriften schreiben strenge Grenzwerte für den maximal zulässigen NOx-Ausstoß vor. Stickoxide werden mit Hilfe der SCR-Technologie neutralisiert (vgl. „SCR “).

T

Tier-1/Tier-2

Automobilzulieferer, die direkt an den Automobilhersteller (OEM) liefern, werden als Tier-1-Zulieferer bezeichnet. Zulieferer arbeiten in der Regel mit weiteren Unterlieferanten zusammen. Diese werden entsprechend ihrer Stellung in der Wertschöpfungskette als Tier-2, Tier-3 etc. kategorisiert. ElringKlinger beliefert die Fahrzeughersteller überwiegend direkt, d. h. als Tier-1-Lieferant. Im Bereich Abgasreinigungstechnologie und bei Getriebekomponenten ist ElringKlinger zumeist als Tier-2-Zulieferer aktiv.

Turbolader

Turbolader erhöhen den Luftdurchsatz im Motor durch die Verdichtung der zur Verbrennung notwendigen Luft. Der Turbolader ist eine der Schlüsselkomponenten für das Downsizing von Motoren und ermöglicht eine gleichbleibende oder sogar verbesserte Leistung bei verringertem Hubraum. Daraus resultieren Kraftstoff-Einsparungen.

Z

Zellkontaktiersystem

Die von ElringKlinger entwickelten Zellkontaktiersysteme für Lithium-Ionen-Batterien bestehen aus Zellverbindern sowie der Zellhalterung, in der die Verbinder als robuste laserverschweißte Lagenkonstruktion integriert werden. Über die Zellverbinder werden die einzelnen Batteriezellen sowohl in Reihe als auch parallel miteinander verschaltet. Sie übernehmen die Stromführung, absorbieren Zellkräfte und enthalten Sensoren. Das System umfasst ein Kontrollinterface mit thermischer und elektrischer Überwachung.

Finanzen

B

BilRUG

Mit dem BilRUG (Abkürzung für „Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz“) wurde am 23. Juli 2015 die EU-Richtlinie 2013/34/EU in deutsches Recht umgesetzt. Das BilRUG sieht vornehmlich Änderungen des Handelsgesetzbuches, des Aktiengesetzes, des GmbH-Gesetzes, des Publizitätsgesetzes und der zugehörigen Einführungsgesetze vor.

C

Cashflow

Kennzahl zur Berechnung der Finanzkraft eines Unternehmens. Sie misst, wie hoch die betrieblichen Einnahmen über den Ausgaben liegen, und gibt somit an, wie hoch die vom Unternehmen erwirtschafteten Zahlungsmittel sind. Bei der Cashflow-Ermittlung wird das Jahresergebnis um die Positionen bereinigt, die keinen Zahlungsstrom verursachen, wie zum Beispiel Abschreibungen oder die Veränderung der Rückstellungen. Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit stellt den Zahlungsmittelüberschuss dar, der durch das operative Geschäft erwirtschaftet wird.

Corporate Governance

Umfasst die Gesamtheit von Regeln, Vorschriften und Werten für eine verantwortungsbewusste und auf langfristige Wertschöpfung sowie Nachhaltigkeit ausgerichtete Unternehmensführung und -kontrolle.

 

E

EBIT (Operatives Ergebnis)

Als EBIT (Abkürzung für „Earnings Before Interest and Taxes“) wird das Ergebnis vor Zinsen und Steuern bezeichnet. Es entspricht dem operativen Ergebnis vor Berücksichtigung des Finanzergebnisses. Vor allem diese Kennzahl wird auf internationaler Ebene für den Vergleich der operativen Ertragskraft von Unternehmen herangezogen.

EBIT-Marge

Der prozentuale Anteil des EBIT am Konzernumsatz. Die EBIT-Marge drückt die Profitabilität des operativen Geschäfts eines Unternehmens in einem bestimmten Zeitraum aus.

EBITDA

Das EBITDA (Abkürzung für „Earnings Before Interest and Taxes, Depreciation and Amortization“) ist das Ergebnis vor Zinsen und Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände. Das EBITDA zählt zu den operativen Messgrößen für die operative Ertragsstärke eines Unternehmens, da die Kennzahl keine Beeinflussung des Gewinns z. B. durch die Finanzstruktur, den Herkunftsstaat sowie die angewandte Rechnungslegung des Unternehmens enthält.

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie (Englisch: Earnings Per Share, EPS) wird ermittelt, indem man den Ergebnisanteil der Aktionäre einer Aktiengesellschaft durch die Anzahl der ausgegebenen Aktien dividiert. Sie dient der Beurteilung der Ertragskraft und branchenübergreifenden Bewertung eines Unternehmens.

F

Financial Covenants

Financial Covenants sind Vertragsklauseln in Kreditverträgen. Darin verpflichten sich Unternehmen zur Einhaltung festgelegter finanzieller Anforderungen. 

Finanzergebnis

Gewinn oder Verlust, der sich aus Finanzgeschäften ergibt, zum Beispiel Zinserträge und -aufwendungen, Beteiligungserträge und -aufwendungen sowie Erträge und Aufwendungen aus Währungskursdifferenzen. Das Finanzergebnis ist Teil des Vorsteuerergebnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung.

Free Float

Unter dem Streubesitz (Englisch: Free Float) versteht man den Anteil der Aktien eines Unternehmens, der frei am Markt gehandelt werden kann und sich nicht im Festbesitz bestimmter Anlegergruppen befindet. Nach Definition der Deutsche Börse AG werden Aktienpakete unter 5 % zum Free Float gezählt.

H

HGB

Abkürzung für das deutsche Handelsgesetzbuch. Der Jahresabschluss der Muttergesellschaft ElringKlinger AG wird gemäß HGB erstellt.

I

IFRS

Abkürzung für „International Financial Reporting Standards“. Diese umfassen Bilanzierungsvorschriften für kapitalmarktnotierte Unternehmen und sind seit Januar 2005 von der EU zwingend vorgeschrieben. ElringKlinger berichtet seit 2004 nach IFRS.

K

Kapitalflussrechnung

Ermittlung und Darstellung des Zahlungsmittelflusses, den ein Unternehmen in einer Berichtsperiode aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit erwirtschaftet. Mit Hilfe der Kapitalflussrechnung wird die Fähigkeit eines Unternehmens beurteilt, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu generieren.

Kaufpreisallokation

Unter Kaufpreisallokation (Englisch: Purchase Price Allocation, PPA) wird die Verteilung des Kaufpreises für ein Unternehmen bzw. für einen Unternehmensteil auf die erworbenen Vermögenswerte und Schulden verstanden. Durch den formalen Vorgang der Konzernkonsolidierung können zum Beispiel Vermögenswerte eines erworbenen Unternehmens wie Kundenstämme und Auftragsbestände aktiviert werden, die im gewöhnlichen Geschäft nicht aktivierbar sind. Daraus entstehen gewinnmindernd Abschreibungen, die sich negativ auf das operative Konzernergebnis auswirken.

M

MDAX

Der Mid-Cap-Dax (MDAX) ist ein 1996 eingeführter deutscher Aktienindex. Er umfasst die 50 zumeist mittelständischen börsennotierten Unternehmen, die in den beiden Auswahlkriterien Marktkapitalisierung des Streubesitzes und durchschnittliches Handelsvolumen an den Börsenplätzen auf die Werte des deutschen Leitindex DAX folgen.

N

Natural Hedging

Zur Reduzierung von Transaktionskosten und -risiken wird beim Natural Hedging darauf geachtet, dass die Einnahmen und Ausgaben einer ausländischen Tochtergesellschaft in der gleichen Währung, zumeist der jeweiligen Landeswährung, durchgeführt werden.

Nettoverschuldung

Kennzahl, die angibt, wie hoch die Verschuldung eines Unternehmens ist, wenn alle kurzfristigen Vermögensgegenstände zur Tilgung der Verbindlichkeiten herangezogen würden. Die Nettoverschuldung wird aus dem zu verzinsenden Fremdkapital (hauptsächlich Bankverbindlichkeiten) abzüglich der liquiden Mittel berechnet.

O

Operativer Free Cashflow (vor Akquisitionen)

Der operative Free Cashflow bezeichnet die freien, dem Unternehmen zur Ausschüttung zur Verfügung stehenden Mittel. Er wird ermittelt, indem man vom Zahlungsmittelüberschuss aus betrieblicher Tätigkeit die Auszahlungen für Investitionen abzieht. Die für Akquisitionen getätigten Auszahlungen sowie die Auszahlungen für Investitionen in finanzielle Vermögenswerte werden im operativen Free Cashflow nicht berücksichtigt.

R

ROCE

Der Return on Capital Employed (ROCE) gibt die Verzinsung des eingesetzten Kapitals an. Dabei wird das EBIT ins Verhältnis zum durchschnittlich eingesetzten Kapital gesetzt. Bei ElringKlinger umfasst das eingesetzte Kapital das Eigenkapital, die Finanzverbindlichkeiten, die Rückstellungen für Pensionen sowie die langfristigen Rückstellungen, wie zum Beispiel Jubiläums- oder Altersteilzeitrückstellungen.

S

SDAX

Der Small-Cap-Index (SDAX) ist ein Aktienindex, der 1999 von der Deutschen Börse eingeführt wurde. Er bildet die Wertentwicklung der 50 nach Marktkapitalisierung und Börsenumsatz größten Unternehmen im Prime Standard nach DAX und MDAX ab.

W

WpHG

Abkürzung für das deutsche Wertpapierhandelsgesetz.