Bilanzpressekonferenz,
29. März 2007

ElringKlinger in 2006 mit Rekordzuwächsen

  • Konzerngewinn steigt um 36,3 % auf 57,8 (42,4) Mio. Euro
  • Ergebnis je Aktie (IFRS) bei 3,01 (2,21) Euro
  • Dividende soll auf 1,25 (1,00) Euro je Aktie steigen
  • Auch für 2007 Umsatz- und Ergebnissteigerung geplant

Dettingen/Erms, 29. März 2007 --- Die ElringKlinger-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2006 die Umsatzerlöse und den Ertrag zweistellig gesteigert. Der Konzernumsatz stieg um 11,3 % auf 528,4 (474,6) Mio. Euro. Der Konzernjahresüberschuss erhöhte sich um 32,9 % auf 61,9 (46,6) Mio. Euro.

Umsatzsteigerung in allen Segmenten
Die Geschäftsbereiche Zylinderkopfdichtungen, Spezialdichtungen, Elastomertechnik/Module, Abschirmtechnik sowie die ElringKlinger Kunststofftechnik erzielten alle mit Hilfe zahlreicher Produktneuanläufe jeweils zweistellige Zuwachsraten.

Das Unternehmen profitierte vom anhaltenden Trend zum Dieselmotor in Europa und zunehmend auch in Nordamerika und Asien. ElringKlinger baute die neuen Anwendungsgebiete rund um den Abgasstrang und das Getriebe in 2006 weiter aus. Mit leichten Kunststoffteilen wie Ventilhauben, Wannen und Gehäuseteilen ersetzt das Unternehmen erfolgreich schwere und teure Module aus Metall.

Gute Zuwächse erreichte ElringKlinger in Asien, vor allem in China und Korea. In dieser Region wuchsen die Umsätze um 28,1 % auf 54,3 (42,4) Mio. Euro. Auf dem nordamerikanischen Markt konnten in 2006 neue Aufträge von mehr als 70 Mio. USD gewonnen werden, die ab 2008 sukzessive in Produktion gehen.

Im Erstausrüstungsgeschäft mit den Fahrzeugherstellern erhöhten sich die Umsatzerlöse trotz der in 2006 schwachen nordamerikanischen und der stagnierenden europäischen Automobilmärkte um 13,4 % auf 374,0 (329,9) Mio. Euro. Die Umsätze im Ersatzteilgeschäft stiegen um 3,3 % auf 83,9 (81,2) Mio. Euro. Vor allem in Osteuropa sowie im Nahen und Mittleren Osten zog die Nachfrage spürbar an.

ElringKlinger Kunststofftechnik entwickelt neues Material
In der Kunststofftechnik, die Produkte aus dem Hochleistungskunststoff PTFE herstellt, wurde der Umsatz mit Kunden aus der Automobilindustrie, dem Maschinenbau und der Medizintechnik um 10,7 % auf 58,8 (53,2) Mio. Euro ausgeweitet. Mit dem neuen spritzfähigen Material Moldflon® erschließt das Unternehmen zahlreiche weitere Anwendungsgebiete in der Medizintechnik, der Verpackungsindustrie und im Maschinenbau.

Forschung und Entwicklung treibt Expansion
Die Aufwendungen für die Entwicklung neuer Produkte und Technologien erhöhte ElringKlinger in 2006 auf 26,0 (24,3) Mio. Euro. Die Schwerpunkte bei den Investitionen lagen darauf, die Kapazitäten im Kerngeschäft auszuweiten und das Geschäft vor allem in Asien auszubauen. Insgesamt investierte die Gruppe 46,2 (52,8) Mio. Euro in Sachanlagen. Da das Unternehmen auch in den kommenden Jahren mit soliden Umsatzzuwächsen rechnet, werden die Investitionen in 2007 auf etwas über 60 Mio. Euro steigen.

Operatives Ergebnis steigt stärker als der Umsatz
Auch in 2006 belasteten die weiter gestiegenen Rohstoff- und Energiepreise. Die Umsatzkosten im Konzern erhöhten sich um 6,5 % auf 338,7 (318,0) Mio. Euro. Durch die anhaltend hohen Investitionen in die weitere Automatisierung und Effizienzsteigerung der Produktionsprozesse an allen Standorten der Gruppe stiegen die Kosten weniger stark als der Umsatz. Die verbesserten Kostenpositionen sowie der vorteilhafte Produktmix mit einem gestiegenen Anteil margenstärkerer Produkte führten dazu, dass das operative Ergebnis des ElringKlinger-Konzerns sich um 28,1 % auf 96,1 (75,0) Mio. Euro verbesserte. Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern), unter Einbeziehung von negativen Wechselkurseffekten in Höhe von 2,6 Mio. Euro, legte überproportional zum Umsatz um 20,9 % auf 93,3 (77,2) Mio. Euro zu. Im Vorjahr hatte das EBIT von positiven Wechselkurseinflüssen in Höhe von 2,2 Mio. Euro profitiert. Die EBIT-Marge erreichte 17,7 %, nach 16,3 % im Vorjahr.

Ergebnis vor Ertragsteuern um ein Viertel besser
Das Finanz- und Beteiligungsergebnis verringerte sich vor allem währungskursbe-dingt auf minus 8,4 (- 4,1) Mio. Euro. Das Ergebnis vor Ertragsteuern fiel um 23,6 % höher aus und stieg von 70,9 Mio. Euro im Vorjahr auf 87,6 Mio. Euro. Die Ertrag-steuerquote im Konzern lag um 4,9 Prozentpunkte niedriger als im Vorjahr bei 29,4 % (34,3 %). Grund hierfür war die Änderung des deutschen Körperschaft- steuergesetzes. ElringKlinger hat den vorhandenen Anspruch, abgezinst auf den Barwert von 5,3 Mio. Euro, erfolgswirksam aktiviert und damit für das Geschäftsjahr 2006 einen einmaligen Zusatzertrag in gleicher Höhe verbuchen können.

Konzerngewinn exklusive Sondereffekten steigt um 24 %
Der Konzerjahresüberschuss erhöhte sich daher stärker und stieg um 32,9 % auf 61,9 Mio. Euro, nach 46,6 Mio. Euro im Vorjahr. Abzüglich der Ergebnisanteile Dritter in Höhe von 4,1 (4,2) Mio. Euro erwirtschaftete ElringKlinger einen um 15,4 Mio. Euro oder 36,3 % höheren Konzerngewinn von 57,8 (42,4) Mio. Euro. Den Konzerngewinn – ohne Einrechnung des einmaligen Ertrags aus Körperschaftsteuerguthaben – konnte ElringKlinger um 23,7 % auf 52,5 (42,4) Mio. Euro steigern. Das Ergebnis je Aktie (IFRS) erhöhte sich auf 3,01 (2,21) Euro.

Deutliche Dividendenerhöhung für 2006
Die Aktionäre sollen mit einer um 25 % erhöhten Dividende am Unternehmenserfolg beteiligt werden. Der Vorstand der ElringKlinger AG wird daher mit Zustimmung des Aufsichtsrats der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2006 eine Dividende von 1,25 (1,00) Euro je Aktie vorschlagen.

Mit Schwung ins neue Geschäftsjahr
ElringKlinger startet mit einem soliden Auftragspolster ins neue Geschäftsjahr. In der Erstausrüstung lag der Auftragsbestand zum Geschäftsjahresende 2006 17,2 % über Vorjahr, die Auftragseingänge im Konzern erhöhten sich um 12,8 %.

ElringKlinger setzt auf Neue Geschäftsfelder
In 2007 plant ElringKlinger, den Konzernumsatz um 5 bis 7 % zu steigern. Der Vorstandsvorsitzende der ElringKlinger AG, Dr. Stefan Wolf, sieht das Unternehmen auf dem richtigen Weg. "Mit unseren Produkten tragen wir unmittelbar zur Verringerung der Emissionen, zur Verbrauchsreduzierung sowie zur Entwicklung alternativer Antriebssysteme bei. Für die Kernthemen der Fahrzeughersteller sind wir damit Problemlöser. Den Bereich Neue Geschäftsfelder, in dem wir an Brennstoffzellen-Komponenten und -Stacks sowie an Dieselpartikelfiltern arbeiten, verstärken wir weiter. Gleichzeitig bauen wir in diesem Jahr unsere Kapazitäten vor allem in Asien aus, aber auch in Europa und im NAFTA-Raum, da wir in den letzten Monaten einige neue Großaufträge erhalten haben", so Wolf.

Bei den Materialkosten und Energiepreisen sieht das Unternehmen nach wie vor keine wesentliche Entlastung. Vor dem Hintergrund der aktuellen Marktsituation plant ElringKlinger, den Konzerngewinn – exklusive Sondereffekten wie dem in 2006 angefallenen einmaligen Ertrag aus Körperschaftsteuerguthaben – im laufenden Geschäftsjahr 2007 um rund 10 % zu steigern."

 

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